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Alles Cloud, oder was? Lohnt sich der Betrieb eines eigenen Rechenzentrums noch?

Dr. Peter Koch •


Der Begriff Edge Computing geistert durch die Medien und verunsichert IT-Abteilungen und CIOs gleichermaßen. Doch was steckt eigentlich dahinter? Ist das Rechenzentrum der Zukunft eine Box? Welche Rolle spielt die Cloud dabei? Und welche Infrastrukturen sind für mein Business die Richtigen?

Cloud Services nutzen oder selbst betreiben?

Erst kürzlich rief mich ein mittelständisches Unternehmen aus der Schweiz an und bat mich um eine Einschätzung zum Thema Cloud vs. eigenes Rechenzentrum. Da wurde mir wieder einmal bewusst, dass es für IT-Profis schwer ist, aus der großen Auswahl an Infrastrukturen und Technologien die Richtige für das eigene Geschäftsmodell auszuwählen. Um eine möglichst neutrale Auskunft zu geben, informierte ich mich über die aktuellen Markttrends. Was ich fand, deckte sich mit meiner Einschätzung. Die Zukunft liegt in der hybriden Cloud, einer Mischung aus Private und Public Cloud und selbst betriebenen Infrastrukturen. Aber: Was heißt das?

Warum ein Mix aus Datacenter und Cloud nötig ist

In vielen Unternehmen ist die hauseigene IT nicht für die Digitale Transformation gerüstet. Es fehlt an der notwendigen Flexibilität und Agilität. Infrastrukturen lassen sich nur dann an die eigenen Geschäftsprozesse und die Entwicklung globaler Märkte, wenn sie diese Eigenschaften erfüllen. Also einfach alles an einen Cloud Serviceanbieter übergeben?

Ganz so einfach ist es nicht! Denn für sensible Daten kommt die Verarbeitung oder Speicherung in Public Clouds  meist nicht in Frage. Eine Lösung für dieses Problem ist die Hybride Cloud. Das Prinzip: Lokale IT-Infrastrukturen vereinen sich mit Private oder Public Clouds – je nach der Schutzwürdigkeit und erforderlichen Verfügbarkeit der Daten und Anwendungen.

Welche Hindernisse lauern auf dem Weg zum Eigenbetrieb?

Die Mehrheit der deutschen Unternehmen kommt aus den oben genannten Gründen vermutlich nicht darum herum, selbst ein eigenes, wenn auch kleines Rechenzentrum, zu betreiben. Die digitale Transformation stellt hohe Ansprüche an die Verfügbarkeit, Sicherheit, Energieeffizienz und Leistungsdichte zusammen.

Hinzu kommt die Notwendigkeit, Platz, Leistung und Anzahl der Racks zu reduzieren und hohe Effizienz trotz niedrigem Energieverbrauch zu erzielen. Das ist eine enorme technische Herausforderung, die Unternehmen meist nicht alleine stemmen können. Ein weiteres Problem ist die Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal auf dem Arbeitsmarkt.

Gibt es in Zukunft noch kleine Rechenzentren?

Eine Schwierigkeit ist, dass die Kosten pro erbrachter IT-Leistung umso höher sind, je kleiner das verbleibende Rechenzentrum wird. Dazu gibt es eine spannende Studie, die Ponemon für uns – also Vertiv – gemacht hat.

Daraus ergeben sich auch Ansatzpunkte, wie Betreiber die Kosten für kleinste Standorte im Griff behalten. Das Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit kommt im Rahmen einer im Auftrag des Netzwerks energieeffiziente Rechenzentren (RZ) durchgeführten Befragung  zu dem Schluss: „Der Eigenbetrieb von Rechenzentren hat weiterhin hohe Bedeutung: 93% der IT-Verantwortlichen in mittelständischen Unternehmen halten den Betrieb von eigenen Rechenzentren für wichtig (Nebuloni & Olah, 2014), rund 48.000 Rechenzentren in Deutschland sind kleiner als 100 m2“.

7 Gründe, warum sich ein kleines Rechenzentrum lohnt

Gründe dafür, weiterhin ein eigenes (kleines) Rechenzentrum zu betreiben, gibt es viele - auch wenn nicht alle stichhaltig sind. Hier möchte ich einige nennen, die ich für besonders relevant halte:

  • Der Schutz besonders kritischer bzw. personenbezogener Daten
  • Die Möglichkeit, IT für kritische Prozesse im eigenen Haus behalten
  • Einen vom Netzwerk unabhängigen Betrieb -> Sicherheit
  • Lokale Verarbeitung großer Datenmengen -> Transport über lange Strecken entfällt
  • Datenverarbeitung in Echtzeit -> kürzere Latenzzeiten
  • Unabhängigkeit von Cloud oder Colocation-Anbietern
  • Last but not least: Für qualifizierte Mitarbeiter attraktiv bleiben

Vorteile aus beiden Welten: Das Mikrorechenzentrum

Komplett vorintegrierte Mikro-Rechenzentren verbinden die Vorteile von großen Rechenzentren – Leistungsfähigkeit und Kosteneffizienz – mit denen des Edge Computing  –  also der Nähe zum Ort der Datenverarbeitung und niedrigem Platzverbrauch.

Die bisher noch recht raren Marktstudien zeigen starke Zuwachsraten für diesen Typ von Rechenzentren. So zum Beispiel die Studie von Markets und Markets, die ein Marktvolumen von 8.47 Milliarden US-Dollar für 2022 prognostiziert. Gegenüber 2017 wäre das ein jährliches Wachstum (CAGR) von 26,01 Prozent.

Diese Entwicklung ist nicht verwunderlich. Denn, wenn wir in den nächsten Jahren den Smart-Szenarien in unseren Städten, Häusern und der Umwelt näher kommen möchten, spielen solche Mikrorechenzentren eine bedeutende Rolle. Zum Beispiel für das Autonome Fahren: Experten prognostizieren, dass dafür auf den Straßen alle 15 Kilometer ein kleines Rechenzentrum stehen muss. Bleibt abzuwarten, ob das Konzept aufgeht und ob wir uns tatsächlich dem Smart Car anvertrauen.

Was ist Ihre Meinung dazu? Kennen Sie sich im Dschungel der kritischen Infrastrukturen noch aus? Als Experte für energieeffiziente Rechenzentren und Edge Computing berate ich Sie gerne! Kontaktieren Sie mich auf Twitter, LinkedIn oder XING! Let’s talk data center!

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