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Warum Colocation nicht nur überleben, sondern florieren wird: Die Auswirkungen der Verlagerung von Workloads zu Colocation-Anbietern

Tony Gaunt •

Es ist keine neue Erkenntnis, dass Unternehmen ihre Workloads in die Cloud verlagern.

Doch es lohnt sich, zu ergründen, wie sich Anforderungen von Unternehmen durch diesen Wandel verändern und wie Colocation-Anbieter die neuen Chancen bestmöglich nutzen können.

Daher hat 451 Research unter Mithilfe von Vertiv über 700 Entscheidungsträger aus der IT-Branche nach ihren Plänen für den Umgang mit immer komplexer werdender IT-Workload befragt, insbesondere im Hinblick auf Cloud Computing und das IoT.

Die Ergebnisse des daraus entstandenen Berichts, Daten am Netzwerkrand: die Auswirkungen von Cloud und IoT auf Standorte und Nachfrage von Rechenzentren, betrachten wir in den kommenden Monaten in verschiedenen Posts. In diesem Beitrag möchte ich mich mit den Ergebnissen und ihrer Bedeutung für Cloud-Dienstleistungen und Colocation auseinandersetzen.

Direkte Konnektivität zu Cloud-Anbietern für wachsende IT-Workloads

Unter den Befragten lag im Durchschnitt bereits weniger als ein Viertel der Workloads nicht in der Cloud, sondern noch auf eigenen Rechenzentren vor Ort. Etwas über zwei Drittel der Workloads laufen über eine Art von Cloud-Service, einschließlich privates Cloud-Hosting, IaaS/öffentlich und SaaS. An diesen Verhältnissen wird sich den Anbietern zufolge in den kommenden beiden Jahren nicht viel verändern.

Was sich jedoch verändern dürfte, ist der Umfang der Workloads. Die überwiegende Mehrheit (86 Prozent) geht davon aus, dass die Workloads in den kommenden beiden Jahren zunehmen werden, wobei sich 40 Prozent der Befragten auf ein Wachstum von mindestens 50 Prozent einstellen.

Eine Möglichkeit, dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, ist eine verbesserte Konnektivität. Über die Hälfte der befragten Unternehmen prüfen die direkte Verbindung zu Cloud-Anbietern (57 Prozent) oder Internetknoten (56 Prozent). Das macht Colocation noch attraktiver, da Unternehmen dadurch zwischen öffentlichem und privatem Cloud-Hosting wählen können und ihnen eine Vielzahl an Konnektivitätsdienstleistungen zur Verfügung steht.

Die Herausforderungen für Colocation-Anbieter

Colocation-Anbieter müssen sich im Zuge der zunehmenden Hinwendung zur Cloud auch mit den Herausforderungen auseinandersetzen, mit denen Unternehmen bei der Migration von Workloads in die Cloud konfrontiert sind. Dass die Studienteilnehmer als größte Herausforderung die Datensicherheit genannt haben, ist kaum verwunderlich. Die Sicherheit war auch das wichtigste Argument für private Clouds oder Hosting gegenüber öffentlichen Cloud-Services. Zahlreiche Colocation-Anbieter haben das bereits erkannt und gehen bei der Zusammenarbeit mit ihren Firmenkunden auf diese Aspekte ein.

Als weitere große Herausforderungen beim Wechsel zu öffentlichen Cloud-Diensten wurden in der Studie unter anderem Datenmigration, Cloud- und Kostenmanagement genannt. Je technischer die Services und Management-Tools eines Colocation-Anbieters sind, desto eher wird er sich in seinem Bereich behaupten können. Insbesondere DCIM wird an Bedeutung gewinnen, da Colocation-Kunden dadurch die Performance von gehosteten Rechenzentren verfolgen und überwachen können.

Die Studienteilnehmer betonten auch die Bedeutung des geografischen Standorts bei der Wahl eines Cloud-Anbieters. Gefragt sind demnach Anbieter, über die Firmen eine Verbindung mit ihren Kunden und anderen Service-Anbietern herstellen können, die Netzwerklatenz verringern und sich unweit des jeweiligen Firmenhauptsitzes befinden.

Colocation-Anbieter sind nicht nur dafür gewappnet, Unternehmen bei der Suche nach Cloud-Services in einer bestimmten Region weiterzuhelfen, sondern auch für Partnerschaften mit Cloud-Anbietern, um ihnen die Expansion in bestimmte Regionen zu ermöglichen.

Was hält die Zukunft für Cloud-Anbieter bereit und wer wird am meisten profitieren?

Angesichts wachsender Workloads und deren immer häufigeren Verlagerung in die Cloud wünschen sich Unternehmen zunehmend Möglichkeiten zur Vernetzung mit anderen Unternehmen und Service-Anbietern in einem gehosteten „virtuellen Marktplatz“. Colocation-Anbieter, welche die Voraussetzungen der Rechenzentrumssicherheit und Standortwünsche mit sich bringen, haben beste Chancen, diese Anforderung zu erfüllen und von dem prognostizierten Wachstum der Workloads zu profitieren.

Allerdings stehen uns mit dem Internet der Dinge und der zugrundeliegenden Analytik noch größere Veränderungen bevor. Unsere Studie hat ergeben, dass rund die Hälfte aller Unternehmen davon ausgeht, dass innerhalb der kommenden zwei Jahre mindestens 50 Prozent ihrer IT-Ressourcen für IoT-Anwendungen eingesetzt werden. In einem kommenden Post diskutieren wir, was dies für Cloud und Colocation bedeutet. In der Zwischenzeit können Sie auch schon den vollständigen Bericht herunterladen, Daten am Netzwerkrand: die Auswirkungen von Cloud und IoT auf Rechenzentrumsstandorte und -nachfrage

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