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Auf dem Weg zu einem neuen Unternehmen – ist das traditionelle Rechenzentrum tot?

Jack Pouchet •

Was bedeutet diese Migration konkret für Unternehmen? Hat das traditionelle Rechenzentrum als bewährtes „Arbeitspferd“ ausgedient? Erleben wir gar sein Ende?

Während unsere Experten bei Vertiv noch einen Ausblick auf kommende Trends bei Rechenzentren wagten, haben wir uns mit dem Thema Migration zum Netzwerkrand und zu Hyperscale-Einrichtungen nicht mehr weiter beschäftigt, denn hierfür muss man den Blick nicht in die Zukunft richten – die Entwicklung ist bereits im Gange. Stattdessen haben wir uns die Frage gestellt, wie sich die Trends von heute auf das Ökosystem künftiger Rechenzentren auswirken werden. Diese Frage löste eine interessante Diskussion aus.

Firmeninterne, modulare Rechenzentren und ausgelagerte kritische Anwendungen

Diese Frage – da sind sich unsere Experten einig – lässt sich nicht einfach mit Ja oder Nein beantworten. Das Unternehmen, wie wir es kennen, wird sich in vielerlei Hinsicht verändern, weiterentwickeln und verbessern, aber nicht etwa verschwinden. Zum einen wissen die meisten Unternehmen weiterhin um die Vorteile und die Notwendigkeit eigener IT-Anlagen. Sie sind nicht bereit, alle ihre kritischen Daten und Anwendungen an Drittanbieter auszulagern oder sich voll und ganz auf ihre weniger sicheren Anlagen am Netzwerkrand zu verlassen. Sie ziehen es vor, weiterhin die Kontrolle zu behalten.

Natürlich müssen Unternehmen pragmatisch handeln, um erfolgreich zu sein. Der Betrieb eines vollständigen, technisch überholten Unternehmensrechenzentrums, das nur in begrenztem Umfang eingesetzt wird, ist jedoch alles andere als praxisgerecht. Es ist ineffizient und teuer, und es gibt bessere Möglichkeiten.

Die Unternehmensrechenzentren von morgen werden deutlich anders aussehen. Mehrere Anlagen werden nach Möglichkeit zu kleineren, sichereren und intelligenteren Kernsystemen zusammengefasst, die eine nahtlose Integration in die Lösungen von Cloud- und Colo-Anbietern und eine stabilere Datenverarbeitung am Netzwerkrand (Edge Computing) ermöglichen.

Wie werden sich diese Veränderungen auf die Leistungsfähigkeit traditioneller Rechenzentren auswirken?

Diese grundlegenden Veränderungen bieten die Möglichkeit, fortschrittlichere Designverfahren und -technologien zu nutzen und so einen effizienteren Betrieb und eine bessere Steuerung von Remote-Anlagen zu gewährleisten. Diese schlankeren und effizienteren Netzwerkknoten dürften deutliche Verbesserungen gegenüber herkömmlichen 10 bis 20 Jahre alten Rechenzentren bringen. Stellen Sie sich eine vorgefertigte Kernanlage vor, die schnell einsatzbereit ist und alle Effizienzvorteile moderner Geräte ohne Einbußen bei der Verfügbarkeit nutzt – und außerdem ein reibungsloses Zusammenspiel mit dem Netzwerkrand (Edge) und Ressourcen von Drittanbietern ermöglicht.

Dies wird schon bald nicht mehr ins Reich der Phantasie fallen. Wir erleben hier den nächsten Entwicklungsschritt bei Rechenzentren, der sich bereits abzuzeichnen beginnt.

Unter dem Strich steht zweifellos fest, dass Rechenzentren effizienter, agiler und leistungsfähiger werden. Hier werden die Vorteile einer effizienten Kernanlage mit dem dringend benötigten leistungsfähigen Netzwerkrand zur Verarbeitung zunehmender Datenmengen kombiniert. Letztlich hängt die Wahl zwischen intern verwalteten IT-Anlagen und der Auslagerung von Rechenzentrumskapazitäten jedoch von einer Vielzahl geschäfts- und marktspezifischer Faktoren ab.

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